Rahmenvertrag bundeswehr erfahrung

2013 lancierte die Bundesregierung das “Rahmennationalkonzept”, nach dem andere NATO-Länder ihre eigenen nationalen Einheiten in größere deutsche “einstecken” könnten, um ersteren dabei zu helfen, die für die kollektive Verteidigung erforderlichen Fähigkeiten zu erhalten. Das war vor der russischen Invasion auf der Krim. Um die kollektiven Verteidigungsfähigkeiten Deutschlands zu erhalten, war dieses Konzept eher eine Idee der bürokratischen Politik, die aus der kontinentalen Verteidigungskultur der Bundeswehr hervorgegangen ist, als jede strategische Entscheidung, die einen erneuten russischen Abenteurertum vorwegnimmt. Die Probleme der Streitkräfte waren damals allen europäischen Armeen gemeinsam: Die Bundeswehr war zu klein, um größere Formationen in höherer Bereitschaft aufrecht zu erhalten, und sie hatte die für die kollektive Verteidigung erforderlichen Schlüsselkapazitäten (Schlachtfeld-Luftverteidigung, Kampftechnik, Anti-U-Boot-Kriegsführung, um nur einige zu nennen) degradiert oder aufgegeben. Infolgedessen hatte die deutsche Regierung beschlossen, dass die kostengünstigste Möglichkeit zur Erhaltung der Schlüsselkompetenzen darin bestehen würde, sich mit Bulgarien, der Tschechischen Republik, Estland, Lettland, Litauen, den Niederlanden und Rumänien zusammenzutun (später schlossen sich auch Finnland und Österreich an). Die Aufträge im Rahmen des Rahmenvertrags wurden in Raten vergeben, wobei die Erstversorgung 558 Fahrzeuge umfasste. Im Mai und November 2019 folgte eine Bestellung von 252 bzw. 60 Fahrzeugen. Der Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von sieben Jahren und umfasst die Lieferung von 2.271 Militär-Lkw der Rheinmetall MAN Military Vehicles`-Familie (RMMV). Rheinmetall hat einen Auftrag über 110 Mio.

EUR (122 Mio. USD) zur Verlängerung der Lebensdauer der Marder-Infanterie-Kampffahrzeuge (IFVs) der Bundeswehr erhalten. Der Auftrag wurde im Dezember 2019 im Rahmen eines umfassenden Entwicklungsauftrags an das Unternehmen vergeben, die Marder-Flotte wurde bereits erheblich modernisiert. So wurde beispielsweise das neue MULTIrole-Leichtkraftabwehrraketensystem MELLS kürzlich in verschiedene Versionen des Marder-Infanterie-Kampffahrzeugs integriert, während ein neues Fahrer-Vision-System, ein Wärmebild-Zielgerät sowie ein Feuermelde- und Feuerlöschsystem bestellt wurden.