Musterung eierkontrollgriff

Erwachsene D. melanogaster Fliegen wurden im Sommer 2016 in Zentralchile (33°26`S; 70°39`W auf 500 m seehöhe) gesammelt. Nach der Aufnahme wurden Fliegen anhand morphologischer Charaktere identifiziert (Markow & O`Grady, 2005) und aus diesen wurden zehn Zuchtgruppen generiert. Jede Gruppe bestand aus ca. 10 Männchen und 10 Weibchen. Fliegen wurden unter kontrollierten Bedingungen (24°C und LD = 12:12) in 250 ml Glasfläschchen mit Burdick Kulturmedium (Burdick, 1955) aufgezogen. Die Gruppen wurden drei Generationen lang gepflegt. Die Jungfliegen der dritten Generation wurden innerhalb von 8 Stunden nach dem Schlüpfen gesammelt und auf Fläschchen mit 11 g Kulturmedium übertragen. Zwei Personen (Geschlechtsverhältnis 1:1) wurden in jeder Durchstechflasche beibehalten. Nach 24 Stunden wurden 20 Eier aus jeder Durchstechflasche mit einem Mikroskop gesammelt. Diese Eier wurden chargenweise auf frische Fläschchen übertragen. Fläschchen, die jeweils zwanzig Eier enthielten, wurden entweder der Kontrollgruppe (28 x 0 °C) oder einer von vier thermischen Behandlungen zugeordnet, die sich im Frequenzmuster der thermischen Fluktuation (28 x 4 °C) unterschieden.

Das Frequenzmuster der thermischen Fluktuation für jede Behandlung bestand aus Zyklen von (a) 6 Stunden (n = 13 Wiederholungen); b) 12 Std. (n = 10 Wiederholungen); c) 24 Std. (n = 10 Wiederholungen); und (d) 48 Std. (n = 12 Wiederholungen). Bei allen Behandlungen stieg die Temperatur linear an, erreichte die maximale Temperatur (32°C), blieb konstant und begann dann zu sinken, bis eine Mindesttemperatur (24°C) erreicht wurde. Alle Zyklen wurden wiederholt, bis das Eierschlüpfen abgeschlossen war. Die Photoperiode für jede Behandlung war LD = 12:12. Die Heiz-/Kühlrate zwischen den Minimal- und Höchsttemperaturen betrug 0,26°C/min, so dass sie die meiste Behandlungszeit bei den Maximalen und Minimaltemperaturen verbringen konnten. Der thermische Fluktuationsbereich (28 x 4°C) wurde auf der Grundlage der bekannten Grenzen der Fruchtfliegeneilebensfähigkeit festgelegt (Hoffmann, 2010). Die Anteile der Bruteier in den oberen (32 x 0°C, n = 14 Replikationen) und niedriger (24 x 0°C, n = 14 Wiederholungen) der thermischen Fluktuation betrugen 0% bzw. 34%. Die Eier wurden in ihren jeweiligen Behandlungen bis zum Schlüpfen gepflegt.

Später wurde die Schraffurleistung als anteilder Fliegen, die alle 24 Stunden in den Replizierungsfläschchen gefunden wurden (d. h. akkumulativer Schraffurerfolg innerhalb von 24 Stunden) während eines Gesamtzeitraums von 12 Tagen bewertet; wir quantifizierten die Anzahl der Erwachsenen, die erfolgreich entwickelt, aber wir nicht auf Stadien der Entwicklung (z.B. Larven und Pupae) überprüft. Insbesondere haben wir (a) den Anteil der Bruteier (gesamt) und (b) den Bruterfolg im Laufe der Zeit quantifiziert. Normalitäts- und Homoscedasitätsannahmen wurden mit Quadratischewurzel- und exponentiellen Funktionstransformationen erfüllt. Koeffizienten der linearen und fraktionierten Polynommodelle, die für die Schraffurleistung von Drosophila melanogaster angepasst sind.